Wie sind Zellen organisiert? Und wie arbeiten ihre molekularen Bestandteile zusammen? Das zu verstehen, ist ein zentrales Ziel moderner Life Sciences. Forschende müssen dabei viele Strukturen in einer Zelle gleichzeitig betrachten, um zu erkennen, wie sie angeordnet sind und interagieren. Das gelingt nur mit einem Bildgebungsverfahren, das zelluläre Details weit über die Grenzen herkömmlicher Lichtmikroskope hinaus sichtbar macht: die multiplexe Superauflösungsmikroskopie. Die Technik ist allerdings anspruchsvoll, für empfindliche Proben ungeeignet und störungsanfällig. Wiederholbare Ergebnisse damit zu erzeugen, ist zudem schwierig. Ein internationales Forschungsteam hat nun ein Mikrofluidik-System entwickelt, das diese hochaufgelöste Mikroskopie einfacher, reproduzierbarer und mehr Forschenden zugänglich macht. Die Arbeit wurde von Forschenden der Universität und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) im Rahmen des Göttinger Exzellenzclusters „Multiscale Bioimaging: From Molecular Machines to Networks of Excitable Cells” (MBExC) geleitet und in der Fachzeitschrift ACS Nano veröffentlicht.